Erdöl, steigender Bedarf und andere Risiken

Symbolbild zur Erdölförderung

Steigender Bedarf an Erdöl deckt schon bald nicht mehr die jährliche Fördermenge und an die Radioaktivität hat sowieso keiner gedacht.

Erdöl entstand bereits vor Millionen von Jahren aus Überresten von Tieren die sich auf dem Meeresgrund ablagerten und mit Schlamm und Sand vermischten. Die immer wieder hinzukommenden Lagen gleicher Masse pressten die Schichten zu einer schwarzen, übelriechenden Flüssigkeit - dem Erdöl. Da nach Erdöl heute auch an Land gebohrt wird kann man davon ausgehen das sich dort einmal ein Meer befand.

Erdöl wird nicht nur für Treibstoff verwendet um Fahrzeuge anzutreiben oder Elektrizität zu erzeugen es wird auch für die Herstellung von Kunststoffen und Chemieprodukten verwendet. Der Weltweite Verbrauch an Erdöl liegt bei ca. 30 Milliarden Barell pro Jahr angeführt von den USA. Deutschland verbraucht ca. ein Zehntel von den Amerikanern. Da der Verbrauch an Erdöl fast gleich mit der Fördermenge ist stellt sich die Frage ob die Erdöl Förderung der wachsenden Wirtschaft und der damit steigenden Nachfrage noch lange nachkommt. 2008 wurden pro Tag 85,8 Millionen Barell gefördert und dies stellt bis heute die Spitze dar. Da es immer aufwendiger wird die Ölvorkommen noch weiter “auszupressen” steigt auch der Preis immer weiter. Ob wir es noch erleben werden das der Verbrauch an Erdöl zum Beispiel durch die Verwendung von Alternativen Energien zurückgeht kann wohl niemand sagen. Wie wichtig das “schwarze Gold” für die gesamte Weltindustrie ist zeigt sich anhand einer Verordnung der Europäischen Union welche alle Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet einen Vorrat für 90. Tage für Krisenzeiten abzusichern.

Der gefährliche Abfall

Ein weiteres großes Problem stellt der Umstand dar das bei der Förderung von Erdöl, weltweit pro Jahr Millionen Tonnen von radioaktiv verseuchten Rückständen anfallen. Und wie wird der hochgradig verseuchte und sehr schädliche Müll entsorgt? Tja, das ist er Industrie selbst überlassen! Sprich, es gibt eine Verordnung das radioaktives Material ab einem Wert von Einem Becquerel (Bq) welches die Einheit zur Messung der Aktivität von radioaktiven Stoffen ist, überwacht gehört und natürlich auch ordnungsgemäß entsorgt gehöre. Da die Umsetzung dieser Verordnung der Erdöl Industrie selbst überlassen wird geschieht das in vielen Fällen natürlich nicht. Wir wollen nur an EINES der vielen Beispiele erinnern bei welchem radioaktiv verseuchte Rohre vom Unternehmen Ashland Inc. an eine Schule verkauft wurden ohne auf die Strahlung und Gefahr hinzuweisen. Nach dessen Entdeckung wurde die Schule umgehend geräumt. Doch das ist leider kein Einzelfall. Die Engländer pumpen Ihren Abfall zum Beispiel in das Meer.

Das die Nachfrage von Heute auf Morgen nicht gesenkt werden kann ist uns klar, jedoch wäre es ein leichtes eine unabhängige Kommission einzusetzen um damit zumindest die ordnungsgemäßen Entsorgung des radioaktiven Abfalls zu versichern.
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