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Bei Staubildung Rettungsgasse - Und wie geht das?

Screenshot des Info Videos zur Rettungsgasse

36 Grad und Stau. Dieses Szenario kennt wohl jeder der schon mal mit einem Fahrzeug auf einer Autobahn sei es zur Arbeit oder in den Urlaub unterwegs war. Aber keine Spur von der Rettungsgasse.

Eine übliche Vorgehensweise in diesem Fall ist es mal das Radio einzuschalten um sich zu Informieren was denn passiert ist, eventuelle Zeitangaben zu Dauer oder Länge des Stau’s abzufangen oder auch um über Ausweichstrecken Informiert zu werden. Ein aktuelles Thema, welches aber in Deutschland eigentlich schon ein alter Hut ist, ist die Rettungsgasse. Noch vor oder zumindest paralell zum einschalten des Radios sollte sich jeder Kfz Lenker an der Bildung einer Rettungsgasse beteiligen um so eine frei befahrbare Spur für eventuell ankommende Einsatzfahrzeuge zu Bilden. Das das zügige vorankommen eines Rettungswagens über Leben und Tot entscheiden kann ist hier nur einer der wichtigen Aspekte für die Rettungsgasse. Kommt ein Abschleppfahrzeug schneller zur Unfallstelle wird demnach das Fahrzeug welches den Stau überhaupt erst auslöst schneller geborgen und abtransportiert was im Gegenzug für eine schnellere Auflösung des Staus sorgt.

Seit 31 Jahren Pflicht

In Deutschland ist die Rettungsgasse seit dem Jahr 1982 Pflicht und in der Straßenverkehrs-Ordnung verankert. Ein Gesetz welches seit 31 Jahren existiert sollte demnach jeder Kfz Lenker kennen und auch im Stande sein umzusetzen. Dem ist leider nicht so in sehr vielen Fällen wird auf die Rettungsgasse verzichtet, Einsatzfahrzeuge kommen nur schleppend mit Hupen durch einen Stau voran und somit auch in diversen Fällen zu spät zu einem Einsatzort um ein Leben zu retten. Viele Kfz Lenker wissen nicht genau wie den eine Rettungsgasse funktioniert und wann sie eine solche bilden müssen.

Warum ist das so?

Österreich zeigt den Deutschen wie es geht. Die in Österreich mit dem 1. Jänner 2012 eingeführte Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse klappt dort so wie es in Deutschland schon lange sein sollte. von 1000 Befragten Kfz Lenkern kennen 98% die Rettungsgasse, 94% wissen ganz genau wie und wann diese gebildet wird. Österreich startete zu Beginn des Gesetzes eine umfassende Werbekampagne im Fernsehen und Radio um alle Lenker zu erreichen. Mit ca. 160 Transparenten und 220 Plakaten und Hinweistafeln wird auf der Autobahn und auf Schnellstraßen auf die Rettungsgasse hingewiesen.

Die Angst vor dem Bußgeld

In Deutschland wird die Missachtung der Bildung einer Rettungsgasse mit bis zu 20 euro bestraft, In Österreich kann jedoch eine Strafe von bis zu 2180 Euro anfallen wenn die Rettungsgasse nicht wie verordnet angewandt wird. In Österreich wird auch aktuell an einem Gesetzesentwurf zur Videoüberwachung von Stauzonen gearbeitet durch welche Kfz Lenker auch noch im Nachhinein eine Anzeige bekommen können. Wird denken das es unumgänglich ist sich nicht an diese Regelung zu halten. Besteht auch nur im geringsten die Chance einem oder mehreren Verletzten Personen eine schnellere Hilfe zu gewährleisten ist es die Pflicht eines jeden sich an die Gesetze zu halten und den Weg frei zu machen. Durch die Nutzung von Medien wie Fernsehen, Zeitungen und Radio für die Verbreitung von Informationen über die Rettungsgasse kann man fast alle Kfz Lenker erreichen. Auch eine Erhöhung der Strafe kann hier Abhilfe schaffen. Die Angst vor 20 Euro Strafe von einem Polizisten der damit beschäftigt ist zu einem Unfallort zu kommen ist nicht wirklich hilfreich.
Info Spot zur Rettungsgasse
So kann eine Rettungsgasse aussehen
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