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Die Strafe folgt auf dem Fuß

Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht

Unsere Großeltern wussten, dass die Strafe auf dem Fuße folgen muss um so ihre erzieherische Wirkung entfalten zu können. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht stellt ein Fehlverhalten des Schülers dar.

Um die Überhandnahme des Schule schwänzen einzudämmen wurde nun von unseren Experten ein Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser aber in typisch österreichischer Manier nach dem Grundsatz „wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“.
Nun, stellen wir uns so ein Szenario vor: Unser Schüler bleibt einige Tage dem Unterricht fern, kommt wieder, bleibt wieder fern und es passiert zunächst einmal nichts.

Erst nach 60 unentschuldigten Schulstunden

wird einmal ein bisserl darüber geredet. Ändert sich im Verhalten des Schülers nichts wird wieder geredet, diesmal unter Teilnahme eines Schülerberaters und Schulpsychologen. Bessert sich das Verhalten des Schülers abermals nicht wird die Jugendwohlfahrt eingeschaltet und den Eltern kann eine Strafe aufgebrummt werden.
Ehrlich, ich glaube nicht, dass Eltern, denen der regelmäßigen Schulbesuch des Kindes mehr oder weniger egal ist, die Strafverfügung auch bezahlen werden. Vielmehr wird erst einmal dagegen Einspruch erhoben und ein ellenlanges Verfahren eröffnet. Bis das Verfahren beendet ist, hat der Schüler die Schule wahrscheinlich schon verlassen.
Um es abzukürzen, ..

was lernt der Schüler aus dem ganzen Procedere?

Es wird ihm vor Augen geführt, dass für seine Tat alle Anderen sich den A… aufreißen und er selbst überhaupt nichts verantworten muss. Er lernt, dass er sich Straflos - ohne Sanktionen befürchten zu müssen - über Verpflichtungen oder Regeln hinwegsetzen kann.In keinem Stadium des ganzen Procedere wird dem Schüler vor Augen geführt, dass er seine Tat selbst Verantworten muss, beispielsweise zusätzliche Lernstunden nach Unterrichtsende (er hat ja den regulären Unterricht versäumt), zusätzliche Hausaufgaben (zur Festigung der Nachschulung), zusätzliche Wissensprüfung (ob er das versäumte auch intus hat) etc. Die Kosten für die zusätzliche Lehrerbetreuung sind den Eltern in Rechnung zu stellen.
Natürlich, notorische Schulschwänzer kostet dieser Firlefanz nur ein müdes Lächeln. Da sind härtere Strafen wohl unumgänglich – aber diese umgehend. Schließlich heißt es einleitend, die Strafe – nicht das Gelabere - folgt auf dem Fuß.
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